Wer zufrieden ist, wird nicht nur mit mehr Lebensjahren, sondern auch mit einer deutlich besseren Gesundheit und mehr Lebensqualität belohnt. Den Zusammenhang haben Wissenschaftler nachgewiesen. Doch welche Faktoren spielen eine Rolle, damit wir uns in unserem Leben wohlfühlen? Was können wir selbst beeinflussen? Die gute Nachricht: Wir können tatsächlich trainieren, wie sich Glückmomente, Gelassenheit und Lebensfreude steigern lassen.

Wie kann ich mein Leben gut gestalten?

Bei der Antwort auf die Frage, ob Menschen ihr Leben als glücklich betrachten, zählt die innere Einstellung mehr als Wohlstand, haben Umfragen gezeigt. Dabei helfen folgende zehn Anregungen:

 

> Richten Sie Ihren Blick auf Positives. Um sich auch Kleinigkeiten im Alltag bewusst zu machen: Schreiben Sie abends auf, was tagsüber Schönes passiert ist.

 

> Freiwillig etwas für andere zu tun, macht zufrieden und optimistisch. Engagieren Sie sich in einem Ehrenamt, zum Beispiel bei Ihrer Nachbarschaftshilfe oder in einem Verein. Möglichkeiten finden Sie im Internet unter www.freiwilligendatenbank.de, www.bagfa.de/freiwilligenagenturen.html und www.ehrenamt.de

 

> Lassen Sie persönliche Schwächen zu: Jeder darf Fehler machen, mal wütend oder traurig sein.

 

> Hängen Sie negativen Gedanken nicht allzu lange nach. Blicken Sie nach vorn! Planen Sie Dinge, die Ihnen Freude machen: einen Kinobesuch oder Kurzurlaub.

 

> Stellen Sie Ihr Licht nicht unter den Scheffel! Egal ob der Kuchen gut gelungen oder das Haus endlich abbezahlt ist – seien Sie stolz auf Ihre Leistungen. Gönnen Sie sich eine Belohnung.

 

> Haben Sie den Mut, Neues zu wagen. Trauen Sie sich, Herausforderungen anzunehmen. Melden Sie sich zum Beispiel für einen Kurs bei der Volkshochschule an.

 

> Pflegen Sie persönliche Beziehungen und Hobbys. Neben dem Partner und der Familie sind auch Freunde wichtig.

 

> Die Verkäuferin wirkt ruppig, der Nachbar schlecht gelaunt? Nehmen Sie es nicht persönlich.

 

> Schulen Sie Ihren Blick, um das Glück in den kleinen Dingen des Alltags zu erkennen: Betrachten Sie die bunten Blätter im Park, und freuen Sie sich über das Lächeln, das Ihnen jemand schenkt.

 

> Sie sind häufig unzufrieden und fühlen sich niedergeschlagen? Dann sprechen Sie mit einem Arzt. Dahinter kann eine Krankheit stecken, etwa eine Schilddrüsenunterfunktion oder eine Depression.

Wie kann ich den Alltag besser in den Griff bekommen?

To-do-Listen, Termine, Freizeitstress: Vor lauter Selbstoptimierungswahn machen sich viele noch mehr Druck, als der Alltag ohnehin schon mit sich bringt. Folgende Methoden und Strategien helfen wirklich beim Zeit- und Selbstmanagement. So bleibt mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens:

Setzen Sie Prioritäten, und fokussieren Sie sich auf die wichtigen Dinge.

Kategorisieren Sie Ihre Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit. Dazu gibt es verschiedene Methoden: Bei der ABC-Strategie werden To-dos nach Priorität sortiert – Aufgaben der A-Kategorie sollte man besonders viel Zeit widmen. Die sogenannte Alpen-Methode schlägt folgendes Vorgehen vor: Aufgaben notieren, Aufwand abschätzen, Pufferzeiten einplanen, Entscheidungen treffen, Nachkontrolle durchführen.

Planen Sie Pausen zur Erholung genauso ein wie unvorhersehbare Ereignisse, die zu Unterbrechungen und Verzögerungen Ihrer Tätigkeit führen können.

 

Überlegen Sie auch: Was ist mir persönlich wichtig? Oft vergessen wir, uns für Sport, fürs Zusammensein mit Freunden oder einfach mal fürs Faulenzen Zeit zu nehmen.

Welche Strategien helfen beim Ausmisten?

Weniger ist mehr: Das befreit auch die Seele. Der Keller platzt aus allen Nähten, der Schrank quillt über, in jeder Ecke stapeln sich unnütze Dinge? Dann ist es Zeit, Ballast abzuwerfen. Haben Sie mit dem Entrümpeln Schwierigkeiten? So fällt das Aufräumen leichter:

 

> Motivation: Malen Sie sich aus, wie das Leben, der Keller, der Schreibtisch, die Schränke aussehen, nachdem Sie ausgemistet haben.

 

> Ultimatum: Werden Sie spätestens drei Tage nach dem Entschluss aktiv.

 

> Logistik: Praktisch ist das Drei-Kisten-Prinzip: eine Müllkiste, eine Schatzkiste, eine Verschenk- und Flohmarktkiste.

 

> Faustregel: Was man ein Jahr lang nicht mehr benutzt oder benötigt hat, kann getrost weg. Ausnahme: Wichtige Unterlagen, zum Beispiel vom Finanzamt, müssen zehn Jahre aufbewahrt werden.

 

> Spenden: Wohltätige Einrichtungen wie die Caritas freuen sich über gut erhaltene Dinge und holen sie nach Absprache sogar ab. Im Internet kann man über www.alles-und-umsonst.de fast alles loswerden und vermeidet Müll.

Was bedeutet Achtsamkeit?

Achtsamkeit ist eine Lebenseinstellung: Wer seine Umwelt aufmerksam, wertschätzend und freundlich wahrnimmt, wird auch belastende Situationen gelassener erleben. Achtsamkeitstraining richtet sich an alle Menschen, die

> mit Belastungen im Beruf und Alltag besser umgehen wollen

> Stress und Hektik entgegenwirken und ihrem Leben eine neue Qualität geben wollen 

> an körperlicher oder geistiger Erschöpfung, Schmerzen oder Erkrankungen leiden 

> sich häufig in Grübeleien oder auch leidvollen Erinnerungen verstricken

> aufgrund der vielfältigen Anforderungen spüren, dass etwas Wichtiges verloren geht: der Kontakt zu sich selbst –  zu den eigenen Wünschen und Bedürfnissen.

 

Achtsamkeit lässt sich trainieren. Dazu stehen verschiedene Methoden zur Wahl, darunter MBSR – Mindfulness-Based Stress Reduction (Stressreduktion durch Achtsamkeit) oder Meditationstechniken. Zertifizierte Kurse können gefördert werden: Fragen Sie Ihre Krankenkasse oder Ihren Arbeitgeber!

Wie kann mich meine Apotheke unterstützen?

Schildern Sie Ihrem Apotheker oder Ihrer Apothekerin, welche Probleme Sie haben: Schlafen Sie schlecht? Fühlen Sie sich tagsüber abgeschlagen oder häufig nervös? Fahren Ihre Gedanken immer wieder Karussell? Es gibt zahlreiche Präparate, die stimmungsaufhellend wirken, das allgemeine Wohlbefinden, die Konzentration oder die Entspannung fördern. Zu den natürlichen Helfern gehören Johanniskraut, Baldrian, Melisse, Passionsblume und Lavendel.

Im persönlichen Gespräch erhalten Sie auch Informationen zu Ratgebern und Kursen, etwa für Entspannungstechniken, autogenes Training oder Yoga, sowie zu weiteren Therapieangeboten. 

Sprechen Sie bei anhaltenden Beschwerden mit Ihrem Arzt. Unruhe und Abgeschlagenheit können verschiedene gesundheitliche Ursachen haben.

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