Wenn bei Frauen um das 50. Lebensjahr herum die Produktion der weiblichen Hormone allmählich nachlässt, spricht man von den Wechseljahren (Klimakterium). Viele Frauen leiden in dieser Phase mehr oder weniger stark unter körperlichen und seelischen Problemen. Ganz verhindern lassen sich die Beschwerden leider oft nicht. Doch Sie können selbst einiges dafür tun, um diese Zeit der Veränderungen gut zu meistern.

Woran erkenne ich die Wechseljahre?

Die Natur hat es so eingerichtet, dass bei Frauen etwa zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr die fruchtbare Zeit zu Ende geht. Dann stellen die Eierstöcke ihre Arbeit langsam ein, die Produktion der Hormone Östrogen und Progesteron lässt nach, die Menstruation kommt unregelmäßiger, Blutungen werden schwächer und bleiben schließlich aus. Doch bis es so weit ist, durchleben viele Frauen nicht nur ein emotionales Wechselbad, sondern haben auch mit körperlichen Veränderungen zu kämpfen.

 

Typische Symptome für die Wechseljahre sind:

> Hitzewallungen

> Schweißausbrüche

> Schwindel

> unregelmäßige Regelblutungen

> nach einer längeren Pause oft sehr starke Blutungen

> Jucken und Brennen beim Geschlechtsverkehr

> Schlafstörungen

> Stimmungsschwankungen bis hin zu depressiven Verstimmungen

> innere Unruhe

> trockene Haut

Von Beschwerden in den Wechseljahren bleibt nahezu keine Frau verschont. Doch während sie bei 70 bis 80 Prozent kaum ins Gewicht fallen, wird das Leben der restlichen 20 bis 30 Prozent zumindest zeitweise stark beeinträchtigt. Vielfach sind es psychische Probleme, die ihnen zu schaffen machen.

Hitzewallungen – woher kommen sie?

Unter Hitzewallungen leidet die eine Frau stärker, die andere weniger. Die Attacken können drei- bis 20-mal am Tag auftreten. Sie dauern wenige Sekunden bis zu einige Minuten an. Häufig kündigen sie sich durch ein Druckgefühl im Kopf oder ein diffuses Unbehagen an. Danach folgen auf- und absteigende Wärmewellen, die Gesicht, Hals und Oberkörper „überfluten“. Die Blutgefäße weiten sich, dadurch nimmt die Durchblutung in den äußeren Körperregionen zu. In der Folge rötet sich die Haut, die Hauttemperatur steigt, und der Schweiß bricht aus. Hitzewallungen werden oftmals von Herzklopfen begleitet. Das ist aber kein Zeichen für eine Herzerkrankung, sondern eine natürliche Reaktion des Kreislaufs. Hitzeschübe können auch nachts auftreten und den Schlaf rauben. Ein Trost: Zu Beginn der Wechseljahre sind die Hitzewallungen am häufigsten, später nehmen sie meist langsam wieder ab. Nach ein oder zwei Jahren verschwinden sie in der Regel von allein.

Wie lange dauern eigentlich die Wechseljahre?

Erste Wechseljahresbeschwerden erleben Frauen oft zwischen dem 40. und 45. Lebensjahr. Die sogenannte Perimenopause beginnt durchschnittlich mit 47 Jahren und dauert rund vier Jahre. Als Wechseljahre wird die Zeit vor und nach der Menopause bezeichnet. Das ist der Zeitpunkt, wenn es über ein Jahr lang zu keiner Regelblutung mehr gekommen ist. Dies geschieht häufig zwischen dem 50. und 52. Lebensjahr, kann aber auch früher eintreten. Ein Jahr nach der letzten Regelblutung spricht man dann von der Postmenopause. Die meisten Beschwerden enden jetzt von selbst.

Welche Mittel gibt es in der Apotheke?

Große Bedeutung haben pflanzliche Arzneimittel. Präparate auf Basis von Mönchspfeffer oder Traubensilberkerze versorgen den Körper mit Phytohormonen, die ähnlich wie körpereigene Hormone wirken und Beschwerden effektiv lindern können. Traubensilberkerzen-Extrakt ist vor allem bei Hitzewallungen und Schweißausbrüchen wirksam. Gegen depressive Verstimmungen kann Johanniskraut helfen. Und auch gegen Schlafstörungen ist ein Kraut gewachsen: Mittel auf der Basis von Baldrian, Hopfen, Melisse und Passionsblume sorgen für einen ruhigen Schlaf. Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke beraten.

Bei trockener Scheide kann der Gynäkologe östrogenhaltige Cremes, Zäpfchen oder Gele verordnen. Hormonfreie Präparate lindern ebenfalls Beschwerden, zum Beispiel mit Aloe-Vera-Extrakten oder auf der Basis von Milchsäure.

Wann muss ich zum Arzt gehen?

Wenn Sie sich durch Beschwerden beeinträchtigt fühlen, sprechen Sie mit Ihrem Haus- oder Frauenarzt darüber. Bei Frauen, die vor dem 45. Lebensjahr in die Wechseljahre kommen, kann der Arzt eine Hormonersatztherapie empfehlen. Durch den Mangel an Östrogen kann es zu Osteoporose kommen, dabei verlieren die Knochen an Festigkeit. Eine Hormonbehandlung wird immer individuell auf die Bedürfnisse der Patientin abgestimmt.

Ein Besuch in der Arztpraxis ist auch dann notwendig, wenn nach einer längeren blutungsfreien Zeit erneut Blutungen auftreten. Der Gynäkologe wird untersuchen, ob es in der Gebärmutter ein krankhaftes Schleimhautwachstum gibt.

Das kann jede Frau selbst tun

Achten Sie auf eine gesunde Lebensweise mit vollwertiger Ernährung. Machen Sie regelmäßig Sport, am besten dreimal wöchentlich mindestens 15 Minuten Ausdauertraining. Mit ausreichend Schlaf und Gelassenheit schaffen Sie die beste Basis dafür, sowohl körperlich als auch psychisch fit durch die Wechseljahre zu kommen. Akzeptieren Sie das Älterwerden, und nutzen Sie die Zeit des Umbruchs. Vielleicht für ein Hobby oder eine berufliche Neuorientierung: Oft bieten sich jetzt neue Chancen. Weil Kinder erwachsen werden und vielleicht ausziehen, bleibt wieder mehr Zeit für persönliche Wünsche.

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