Ein leichtes Kratzen im Hals, man friert leichter, fühlt sich schlapp und es kribbelt in der Nase - jeder kennt das Gefühl, wenn eine Erkältung im Anmarsch ist. Statistisch gesehen sind wir im Laufe unseres Lebens 200 Mal erkältet. Damit gehört ein grippaler Infekt zu den häufigsten Krankheiten bei Erwachsenen und Kindern. Erkältungen verbreiten sich per Tröpfcheninfektion: also Anhusten, Niesen, Küsse oder Händeschütteln. Wer einer Ansteckung vorbeugen will, dem empfiehlt sich eine gesunde Lebensführung.
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Die Grippe (Influenza) ist eine durch Influenzaviren verursachte Infektionskrankheit. Sie tritt vor allem in den Herbst- und Wintermonaten auf und kann mit hohem Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen sowie ausgeprägtem Krankheitsgefühl einhergehen. Insbesondere bei älteren Menschen, Schwangeren, Personen mit bestimmten Vorerkrankungen oder einem geschwächten Immunsystem kann eine Influenza schwere Krankheitsverläufe verursachen und zu Krankenhausaufenthalten oder sogar lebensbedrohlichen Komplikationen führen.
Die jährliche Grippe-Schutzimpfung ist die wirksamste Maßnahme, um das Risiko einer Erkrankung sowie schwerer Krankheitsverläufe zu verringern. Da sich Influenzaviren regelmäßig verändern, wird der Impfstoff jedes Jahr angepasst. Deshalb empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) eine jährliche Grippeschutzimpfung (Auffrischungsimpfung) mit genau diesen angepassten Impfstoffen für bestimmte Personengruppen.
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Das Immunsystem ist wie Polizei, die ständig Streife laufen muss, um Angreifer abzuwehren , damit der Mensch nicht krank wird.
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Erkältung
Erkältung
Ein leichtes Kratzen im Hals, man friert leichter, fühlt sich schlapp und es kribbelt in der Nase - jeder kennt das Gefühl, wenn eine Erkältung im Anmarsch ist. Statistisch gesehen sind wir im Laufe unseres Lebens 200 Mal erkältet. Damit gehört ein grippaler Infekt zu den häufigsten Krankheiten bei Erwachsenen und Kindern. Erkältungen verbreiten sich per Tröpfcheninfektion: also Anhusten, Niesen, Küsse oder Händeschütteln. Wer einer Ansteckung vorbeugen will, dem empfiehlt sich eine gesunde Lebensführung.
Husten, Niesen, laufende Nase (klares Sekret), leichtes Krankheitsgefühl, man fühlt sich müde und abgeschlagen. Halsschmerzen, Schnupfen (mit zähem Schleim), Kopf- und Gliederschmerzen sowie leichtes Fieber sind im weiteren Krankheitsverlauf mögliche Symptome eines grippalen Infektes. Der Volksmund behauptet: „Die Erkältung kommt drei Tage bleibt drei Tage und geht drei Tage“: Und damit liegt er nicht ganz falsch, denn nach etwa drei bis sieben Tagen sollten sich die Beschwerden verbessern und nach zwei Wochen abgeklungen sein. Bei Komplikationen und längerer Erkältungsdauer ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Ein grippaler Infekt, ist von einer Grippe zu unterscheiden. Bei der Grippe setzen die Kranheitssymptome mit hohem Fieber plötzlich ein, die Krankheit verläuft schwerer. Die echte Grippe wird vom Influenza-Virus verursacht und geht mit deutlich stärkeren Beschwerden einher als eine harmlos verlaufende Erkältung.
In mehr als 90 Prozent der Fälle wird die akute Infektion der Atemwege durch Viren hervorgerufen. Von diesen sogenannten Rhino-, Adeno- und Coronaviren gibt es etwa 200 Arten. Zudem mutieren diese Viren immer wieder. So kann der menschliche Organismus keine Immunität gegen Erkältungen ausbilden, auch wenn man, mit zunehmenden Alter, immer seltener von einer Erkältung heimgesucht wird, weil man mit einer Vielzahl der Erreger bereits in Kontakt gekommen ist. Ungewöhnlich ist vor diesem Hintergrund allerdings nicht, wenn man bereits das dritte Mal in einem Winter erkältet ist. Erwachsene erkranken im Durchschnitt zwei bis fünf Mal im Jahr an einem grippalen Infekt. Bei Kindern, vor allen Dingen bei jüngeren unter fünf Jahren, sind auch zehn bis zwölf Erkältungen im Jahr nicht ungewöhnlich. Ihr Immunsystem ist noch nicht so trainiert wie das eines erwachsenen Menschen.
Um das Immunsystem zu stärken und damit einer Erkältung vorzubeugen, sollten besonders Kinder auch an kalten Tagen warm eingekleidet an die frische Luft gehen, anstatt in beheizten, ungelüfteten Räumen zu spielen. Bewegung an der frischen Luft stärkt das Immunsystem und schützt somit vor Infekten. Wer einer Ansteckung vorbeugen will, sollte auf Genussgifte wie Rauchen oder hohen Alkoholkonsum verzichten, und sich gesund ernähren. Dazu ausreichend Schlaf und erfolgreiche Stressbewältigung. Weiterhin sind eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (Wasser, Tees mit Ingwer, Holunder und Lindenblüten), gewissenhafte Handhygiene, das Meiden von Menschenansammlungen Mittel, um in der Erkältungszeit das Risiko der Ansteckung zu senken.
Homöopathie kann im Frühstadium der Erkrankung das Fortschreiten verhindern und bei einer bestehenden Erkältung die Heilung beschleunigen. In der Homöopathie sind ungefähr 200 verschiedene Substanzen bekannt, die bei vielen Alltagsbeschwerden und Erkrankungen ihren Einsatz finden. Da überrascht es nicht, dass auch für Husten und Schnupfen sowie grippale Infekte Substanzen zur Verfügung stehen. Welche Globuli bei einer Erkältung am besten geeignet sind, hängt von den genauen Symptomen ab. Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke beraten.
Ob bei Erwachsenen oder Kindern: Homöopathische Globuli bei Erkältung mit schwerem Verlauf oder Komplikationen sollten nur ergänzend zur schulmedizinische Behandlung eingesetzt werden!
Als lindernde Maßnahmen empfehlen sich Vitamine, zum Beispiel Vitamin C sowie Inhalationen mit Thymian und Kamille. Ist der Schnupfen stark ausgeprägt, können kurzfristig (maximal 5 Tage) schleimhautrabschwellende Nasentropfen, Nasengele oder Nasensprays (Sympathomimetika) benutzt werden. Husten bekämpft man am besten mit einem schleimlösenden Mittel, das die Sekrete verflüssigt und das Abhusten fördert.
Wer erkältet ist, muss nicht immer zwingend zum Arzt. Es gibt aber Menschen, die scheuen auch bei deutlichen Anzeichen auf eine schlimmere Erkrankung, den Arztbesuch. Es gibt aber Krankheitsverläufe, in denen auf jeden Fall eine ärztliche Untersuchung durchgeführt werden sollte, um eine Diagnose zu erstellen und eine passende Therapie einzuleiten. In folgenden Fällen sollten Sie auf jeden Fall den Arzt aufsuchen:
bei Beschwerden, zum Beispiel Husten oder Schnupfen, die länger als sieben Tage anhalten
bei häufigem, gelben Auswurf (ausgehusteter Schleim)
bei Fieber ab 39 Grad
bei geschwollenen Lymphknoten im Kopf- und Halsbereich
(häufigem) Nasenbluten
bei anhaltenden, starke Schmerzen in Kopf, Hals oder Brust
Darüber hinaus gibt es Patientengruppen, die grundsätzlich bei einer Erkältung einen Arzt aufsuchen sollten. Dazu zählen Asthmatiker, Menschen mit angeborener oder durch Erkrankung erworbener Immunschwäche sowie Menschen, die nach einer Urlaubsreise krank wurden. Darüber hinaus Schwangere, Kinder, ältere Menschen, Herz- Kreislauf-Patienten und chronisch Kranke (etwa Diabetes-Patienten).
Grippeschutz
Die Grippe (Influenza) ist eine durch Influenzaviren verursachte Infektionskrankheit. Sie tritt vor allem in den Herbst- und Wintermonaten auf und kann mit hohem Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen sowie ausgeprägtem Krankheitsgefühl einhergehen. Insbesondere bei älteren Menschen, Schwangeren, Personen mit bestimmten Vorerkrankungen oder einem geschwächten Immunsystem kann eine Influenza schwere Krankheitsverläufe verursachen und zu Krankenhausaufenthalten oder sogar lebensbedrohlichen Komplikationen führen.
Die jährliche Grippe-Schutzimpfung ist die wirksamste Maßnahme, um das Risiko einer Erkrankung sowie schwerer Krankheitsverläufe zu verringern. Da sich Influenzaviren regelmäßig verändern, wird der Impfstoff jedes Jahr angepasst. Deshalb empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) eine jährliche Grippeschutzimpfung (Auffrischungsimpfung) mit genau diesen angepassten Impfstoffen für bestimmte Personengruppen.
Wer sollte sich gegen Grippe impfen lassen?
Die STIKO empfiehlt eine jährliche Grippe-Schutzimpfung vorzugsweise im Herbst vor allem für Personen mit einem erhöhten Risiko für schwere Krankheitsverläufe oder einem erhöhten (beruflichen) Infektionsrisiko.
Dazu gehören insbesondere:
Personen ab 60 Jahren
Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel (ab dem 2. Trimenon), bei bestehenden Grunderkrankungen bereits ab dem ersten Schwangerschaftsdrittel (ab dem 1. Trimenon)
Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen, bspw. Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Atemwege, der Leber oder Nieren, Diabetes mellitus, neurologischen Erkrankungen oder Immundefekten
Medizinisches Personal und andere Personen mit erhöhtem beruflichem Infektionsrisiko
Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeeinrichtungen
Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr
Personen, die als mögliche Infektionsquelle gefährdete Personen im eigenen Haushalt oder im beruflichen Umfeld anstecken könnten
Familienangehörige und enge Kontaktpersonen von Risikopersonen können ebenfalls von einer Impfung profitieren, sowie
Personen mit häufigem, regelmäßigem und direktem Kontakt zu Schweinen, Geflügel, Wildvögeln oder Robben
Was gilt für gesunde Erwachsene?
Für gesunde Erwachsene unter 60 Jahren ohne besondere Risikofaktoren besteht derzeit keine allgemeine STIKO-Empfehlung zur jährlichen Grippeschutzimpfung. Die STIKO weist jedoch darauf hin, dass sie von einer Grippeimpfung außerhalb der empfohlenen Personengruppen nicht abrät. Auch für gesunde Erwachsene kann die Impfung sinnvoll sein, um das persönliche Erkrankungsrisiko zu senken und die Weiterverbreitung von Influenzaviren zu reduzieren.
Individuelle Beratung in Ihrer LINDA Apotheke
Ob eine Grippeschutzimpfung im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von verschiedenen Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand, beruflicher Tätigkeit und individuellem Risiko ab. Für eine persönliche medizinische Beratung wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Informationen rund um die Grippe-Schutzimpfung und die aktuellen STIKO-Empfehlungen erhalten Sie zudem in Ihrer LINDA Apotheke. Ihre LINDA Apotheke hilft!
Bitte beachten Sie, dass Schutzimpfungen in der Apotheke nur bei Personen ab 18 Jahren durchgeführt werden dürfen.
Wir zeigen Ihnen im Folgenden nur LINDA Apotheken an, die eine Grippeschutz-Impfung anbieten. Sie können diese Voreinstellung über die Filter aufheben und sich alle LINDA Apotheken anzeigen lassen.
Eine echte Grippe, eine sogenannte Influenza, kann schwerwiegende und mitunter sogar lebensbedrohliche Folgen haben. Die Gefahr besteht besonders für Menschen über sechzig Jahren und Risikogruppen, etwa chronisch Kranken. Der wirksamste Schutz vor dieser ernstzunehmenden Infektionskrankheit besteht in einer Impfung. Diese kann das Risiko einer Ansteckung mit den Influenza-Viren erheblich reduzieren – nämlich mehr als halbieren. Die Impfung sollte bei gefährdeten Zielgruppen jährlich durchgeführt werden.
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Impfung?
Mit Beginn der kalten Jahreszeit erhöht sich die Gefahr, an einem grippalen Infekt oder einer echten Grippe zu erkranken. Das liegt daran, dass sich die Erreger bei niedrigen Temperaturen besser verbreiten können und der vermehrte Aufenthalt in geschlossenen Räumen eine Ansteckung begünstigt. Experten empfehlen deshalb, die Grippeschutzimpfung im Herbst, am besten im Oktober oder November, durchführen zu lassen. Etwa 14 Tage danach hat sich dann der volle Impfschutz aufgebaut. So sind Sie gut gegen die ersten Attacken der Influenzaviren gewappnet, die oftmals bereits im Dezember stattfinden können.
Wo kann ich mich impfen lassen?
Eine Grippeschutzimpfung kann grundsätzlich jede Ärztin und jeder Arzt vornehmen. In der Regel erfolgt sie in der Hausarztpraxis. Ebenso bieten manche Gesundheitsämter die Impfung an. Da diese Behörden jedoch nicht gesetzlich dazu verpflichtet sind, gilt das nicht bundesweit. Für Ihre Region müssten Sie sich deshalb vorab erkundigen, ob Sie sich im Gesundheitsamt vor Ort gegen Influenza impfen lassen können.
Inzwischen besteht auch in immer mehr Unternehmen die Möglichkeit für die Mitarbeiter, sich von Betriebsärzt:innen impfen zu lassen. Auf dieses Angebot wird meist durch Betriebsrat oder Geschäftsführung hingewiesen. Ab Herbst 2022 kann die Grippe-Impfung auch in Apotheken erfolgen. Erkundigen Sie sich dazu in Ihrer Apotheke vor Ort.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Die Impfung gegen Influenza wird allgemein gut vertragen. Da der Impfstoff das Immunsystem aktiviert, können mitunter an der Einstichstelle Rötungen oder Schwellungen auftreten. Diese bereiten bisweilen auch Schmerzen. Darüber hinaus kann es nach der Grippeschutzimpfung zu Beschwerden wie Kopf- oder Gliederschmerzen, Müdigkeit, Frösteln oder Schwitzen sowie gelegentlich zu leichtem Fieber kommen. Diese Symptome sind jedoch meist nach ein bis zwei Tagen verschwunden.
Bitte beachten!
Haben Sie eine akute Infektion mit Fieber? Warten Sie besser mit der Impfung, bis Sie wieder voll genesen sind. Wenn Sie unter einer Allergie gegen Hühnereiweiß leiden, die allerdings sehr selten ist, sollten Sie sich mit einem speziellen hühnereiweißfreien Impfstoff impfen lassen. Besprechen Sie das am besten mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Kann ich die Grippeschutzimpfung zusammen mit der Auffrisch-Impfung gegen Corona machen?
Ja. Die Impfungen sollten allerdings jeweils an unterschiedlichen Körperregionen erfolgen; also nicht beide am gleichen Arm. Zu berücksichtigen ist ferner, dass Impfreaktionen vermehrt auftreten können. Das bedeutet, dass die oben genannten möglichen Symptome stärker ausfallen könnten. Doch auch bei der kombinierten Durchführung der beiden Impfungen klingen die Beschwerden binnen weniger Tage wieder ab.
Wie gut schützt die Impfung vor Influenza?
Keine Impfung, auch nicht die gegen Grippe, kann einen hundertprozentigen Schutz davor bieten, zu erkranken. Einerseits kann es sein, dass jemand nicht ausreichend gut auf die Impfstoffe anspricht. Andererseits kann es passieren, dass man sich trotz Impfung infiziert, weil im Körper der Impfschutz noch nicht vollständig aufgebaut ist. Die Wirksamkeit der Grippeschutzimpfung hängt zudem auch davon ab, wie gut der verabreichte Impfstoff mit den jeweils zirkulierenden Influenza-Viren übereinstimmt.Dennoch bietet die Impfung einen erheblichen Schutz, da sie das Erkrankungsrisiko mehr als halbiert. Selbst wenn eine Infektion erfolgen sollten, verläuft die Grippe bei Geimpften milder und mit weniger Komplikationen.
Fazit: Die Grippeschutzimpfung reduziert die Infektionsgefahr deutlich und sorgt im Fall einer Ansteckung dafür, dass Betroffene keinen schweren Verlauf erleiden.
Quelle: Wort&Bild-Verlag
Die Nase läuft, im Hals kratzt es schmerzhaft, dazu kommen Hustenattacken. Das sind die klassischen Anzeichen einer Erkältung. Viele Betroffene fragen sich: Ist es nur ein grippaler Infekt oder eine echte Grippe? Wegen der ähnlichen Symptome besteht Verwechslungsgefahr. Die Begriffsverwirrung beginnt damit, dass „Erkältung“ und „grippaler Infekt“ das gleiche Krankheitsbild bezeichnet. Wir bringen Ordnung in das Durcheinander.
Wie unterscheiden sich die Infektionskrankheiten?
Sowohl eine Erkältung als auch eine echte Grippe, medizinisch Influenza genannt, werden durch Viren verursacht. Hier hören die Gemeinsamkeiten jedoch schon auf. Denn während eine Grippe durch spezifische Virenarten, die Influenza-Viren, ausgelöst wird, kann eine Erkältung diverse virale Erreger haben – die Palette umfasst über zweihundert Arten.
Der nächste Unterschied zeigt sich zu Beginn der Erkrankung. Bei einer Erkältung stellen sich die Beschwerden schleichend ein und verstärken sich allmählich. Bei einer Influenza treten Beschwerden von jetzt auf gleich auf: vormittags noch fit, liegen Betroffene nachmittags schlapp im Bett. Typisch sind hohes Fieber, Glieder- sowie Kopfschmerzen und im Vergleich zu einem grippalen Infekt ein deutlich stärkeres Krankheitsgefühl. Der Krankheitsverlauf ist ebenso unterschiedlich. Bei einer Erkältung verbessern sich die Beschwerden in der Regel binnen einiger Tage und klingen – sofern es keine Komplikationen gibt – nach einer Woche komplett ab. Wer eine echte Grippe hat, kämpft weitaus länger mit den Symptomen und kommt mitunter erst nach Wochen wieder richtig auf die Beine. Ein Arztbesuch ist in diesem Fall unverzichtbar.
Könnte es auch Covid-19 sein?
Anfangs lässt sich nicht sicher beurteilen, was Auslöser der Beschwerden sein könnte. Denn die Symptome bei einem grippalen Infekt, Grippe und Covid-19 sind ähnlich und zudem oft unspezifisch. Das charakteristische Covid-19-Indiz, eingeschränktes Riechen und Schmecken, kommt bei Corona-Patienten, die mit der Omikron-Variante infiziert sind, seltener vor und kann auch durch eine Erkältung hervorgerufen werden. Klarheit gibt einzig der Test auf SARS-CoV-2.
Wie kann ich mich schützen?
Schutz vor Influenza bietet die Grippeimpfung. Aber sie senkt das Risiko für eine Infektion sowie einen schweren oder gar lebensgefährlichen Verlauf deutlich. Eine Erkältung lässt sich durch diese Impfung allerdings nicht vermeiden. Um sich vor einem grippalen Infekt zu schützen, gilt es das Immunsystem zu stärken. Die passenden Strategien dazu erfahren Sie hier. Grundsätzlich ist Hygiene, wie Händewaschen und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, eine wirksame Maßnahme, um sich vor Erregern zu schützen. Mehr dazu lesen Sie unter "Übertragungswege der Grippe".
Wie bekomme ich Beschwerden in den Griff?
Schonung und gegebenenfalls Bettruhe sind die wichtigsten Maßnahmen bei Erkältungssymptomen. Außerdem ist es ratsam ausreichend zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen auszugleichen und den Körper bei der Bekämpfung der Krankheitserreger zu unterstützen. Bei leicht erhöhter Temperatur können Lindenblütentee und Wadenwickel Linderung bringen. Rezeptfreie Medikamente wie Paracetamol, Ibuprofen und Acetylsalicylsäure helfen bei höherem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen.
Dies lindert die Beschwerden, bekämpft jedoch nicht die Erreger. Diese Aufgabe übernimmt die körpereigene Abwehr. Bei Influenza kann der Arzt oder die Ärztin bestimmte antivirale Wirkstoffe verordnen, welche den Grippeverlauf in seiner Schwere und Dauer mildern können. Das kann etwa bei chronisch Kranken und immungeschwächten Menschen nötig sein.
Wann muss ich zum Arzt?
Wenn Sie sich sehr krank fühlen, ausgeprägte Glieder- und Kopfschmerzen sowie Fieber über 38,5 Grad haben, sollten Sie sich ärztlich untersuchen lassen. Bei einer Grippe ist es wichtig, dass sie rasch erkannt und bei einem drohenden schweren Verlauf mit Medikamenten gelindert wird. Ob das erforderlich ist, darüber gibt ein Labortest Auskunft. Er weist das Erbgut des Influenza-Virus im Blut nach und kann auch die Menge der viralen Erreger aufzeigen.
Quelle: Wort&Bild-Verlag
Die Grippeschutzimpfung ist die wirksamste, allerdings nicht die einzige Möglichkeit, sich vor einer Influenza zu schützen. Was die Ansteckungsgefahr ebenfalls deutlich senkt, sind gründliche Hygienemaßnahmen. Durch die Corona-Pandemie sind wir darin ja inzwischen geübt …
Woher kommen Influenza-Viren?
Der genaue Ursprung dieser Krankheitserreger ist unklar. Gesichert ist, dass die Viren zu den sogenannten Orthomyxo-Viren gezählt und in die Typen A, B und C unterteilt werden. Sie sind allgegenwärtig, weshalb die Influenza auch weltweit verbreitet ist. In tropischen Regionen kann die Influenza ganzjährig auftreten, während sie in Deutschland und anderen Zonen der nördlichen Halbkugel meist auf die Wintermonate beschränkt ist.
Wie werden die Viren übertragen?
Die Übertragung dieser äußerst ansteckenden Erreger erfolgt überwiegend über die sogenannte Tröpfcheninfektion. Diese treffende Bezeichnung kommt daher, dass die Viren in winzigen Tropfen via Sekret aus dem Nasen-Rachen-Raum eines Erkrankten „auf die Reise gehen“. Ihr Transport erfolgt durch Husten, Niesen oder auch Sprechen: Dabei gelangen die Viren in die Luft und können von allen in der Nähe befindlichen Personen eingeatmet werden. Da sich die Grippeviren aus der Luft auf Oberflächen niederlassen und hier mehrere Stunden überleben können, ist auch eine Schmierinfektion als zweiter Übertragungsweg möglich. Denn kamen die Hände mit virushaltigen Sekreten in Kontakt, können die Erreger bei Berührung des Mundes, der Nase oder der Augen rasch über die Schleimhaut in den Körper gelangen. Natürlich können die Grippeviren auch direkt über die Hände, etwa beim Händeschütteln, von Mensch zu Mensch übertragen werden.
Was kann ich tun, um mich zu schützen?
Türklinken, Treppengeländer, Haltegriffe sind potenzielle Ansteckungsquellen. Um die allseits lauernden Gefahren zu minimieren, hilft neben der Impfung nur eines: penible Hygiene.
Gründliche Händehygiene: Waschen Sie sich regelmäßig nach dem Toilettengang und wenn Sie zurück nach Hause kommen, die Hände. Verwenden Sie dazu stets Seife und schäumen Sie jeden Finger, auch die Zwischenräume, damit gründlich ein. Dann gut abspülen und die Hände mit einem sauberen Handtuch sorgfältig abtrocknen.
Berühren Sie so wenig möglich mit Ihren Händen die Schleimhäute von Augen, Mund und Nase. Denn über diese Eintrittspforten können die Grippeviren leicht in den Körper gelangen
Bei Grippewellen empfiehlt es sich, bei der Begrüßung auf das gewohnte Händeschütteln zu verzichten. Gut ist es auch, in der Öffentlichkeit eine Mund-Nasen-Maske zu tragen.
Gehen Sie auf Distanz zu Personen, die husten, niesen oder starken Schnupfen haben.
Wie kann man die Abwehrkräfte stärken?
Unser Immunsystem arbeitet hart. Doch gerade in Erkältungs- und Grippezeiten kann es Unterstützung benötigen. Das hilft ihm am besten.
Über die Ernährung lässt sich sehr viel für eine starke Abwehr tun. Achten Sie auf eine ausreichende Zufuhr an den Vitaminen B6, B12, C, D und E, an den Spurenelementen Selen und Zink sowie an Omega-3-Fettsäuren. Wenn Sie den Bedarf über Ihre tägliche Ernährung nicht decken können, bieten geeignete Nahrungsergänzungsmittel über ein paar Wochen hinweg eingenommen, eine gute Hilfe. Besprechen Sie sich mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.
Achten Sie auf ausreichenden und zudem erholsamen Schlaf. Denn während der Nachtruhe regenerieren sich auch die Abwehrzellen.
Laufen Sie den Viren wortwörtlich davon: Mit regelmäßigem Ausdauertraining – Joggen, Nordic Walken, Schwimmen und Radfahren – unterstützen Sie Ihre Abwehrkräfte. Übertreiben Sie die sportlichen Aktivitäten jedoch nicht, denn das kann das Immunsystem auch schwächen.
Quelle: Wort&Bild-Verlag
Influenza-Viren sind hervorragende Verwandlungskünstler: Sie verändern ihre Oberfläche permanent. Aus diesem Grund gibt es jedes Jahr neue Zusammensetzungen für die Impfstoffe. Auch Empfehlungen für die Grippeschutzimpfung in einer bestimmten Region können sich ändern, um eine Epidemie, also das gehäufte Auftreten von Influenza-Viren, zu vermeiden.
Warum muss das Impfserum jährlich neu angepasst werden?
Weil die Grippeviren wahre Meister der Tarnung sind. Das gelingt ihnen, indem sie jene Strukturen laufend verändern, die für die Erkennung und anschließende Bekämpfung durch unser Immunsystem wichtig sind. Die entscheidenden Moleküle sitzen auf der Oberfläche der Viren und werden immer neu kombiniert. Mit anderen Worten: Die Influenza-Viren ziehen sich laufend ein neues Mäntelchen an. Derart gut getarnt, können sie den Abwehrreaktionen des Immunsystems entgehen. Aus diesem Grund muss der Grippeimpfstoff jährlich erneut in seiner Zusammensetzung angepasst und entsprechend neu verabreicht werden.
Wie lässt sich feststellen, welche Grippestämme im kommenden Winter aktiv sind?
Der Impfstoff gegen die hierzulande verbreitete saisonale Grippe enthält Bestandteile jener Varianten an Viren, die für die kommende Wintersaison erwartet werden. Um diese zu identifizieren, untersuchen Referenzlabore weltweit kontinuierlich die zirkulierenden Influenza-Viren. Ihre Ergebnisse leiten die Labore an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weiter. Das zuständige Referenzlabor in Deutschland ist das dem Robert Koch-Institut angegliederte Nationale Referenzzentrum für Influenza. Auf der Basis der übermittelten Daten legt die WHO die Zusammensetzung des Grippeimpfstoffes jedes Jahr neu fest.
Wer spricht die Empfehlung zur Zusammenstellung an die Hersteller aus?
Die jährlich von der WHO empfohlene Zusammensetzung sowie die von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) empfohlenen geeigneten Stämme zur Herstellung werden in Deutschland dem Paul-Ehrlich-Institut übermittelt. Als Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel spricht es dann die Empfehlung an die Hersteller aus. Damit diese genügend Zeit haben, ausreichend Impfstoffe bis zum Beginn der Grippesaison zu produzieren, erfolgt die Empfehlung in der Regel bereits im Februar.
Woher wissen die impfenden Ärzte, welche Impfseren sie bestellen sollen?
Dies erfahren die Mediziner auf der Webseite des Paul-Ehrlich-Instituts. Unter www.pei.de/influenza-impfstoffe ist zu ersehen, welche saisonalen Grippeimpfstoffe empfohlen werden und welche pharmazeutischen Unternehmen diese anbieten. Als Orientierungshilfe für die Bestellung dienen zudem die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO).
Was ist in einem Impfserum enthalten?
Bei den in Deutschland zugelassenen Grippeimpfstoffen für Erwachsene und Kinder handelt es sich überwiegend um sogenannte Totimpfstoffe. Diese enthalten inaktivierte Viren beziehungsweise Virenfragmente der jeweils empfohlenen Stämme.
Für Kinder von zwei bis 17 Jahren gibt es darüber hinaus einen Lebendimpfstoff, der als Nasenspray verabreicht wird. Er kann zum Einsatz kommen, wenn die Injektion der Totimpfstoffe Probleme bereitet. Meist ist das bei einer Spritzenphobie, also einer starken Angst vor Spritzen, der Fall.
Quelle: Wort&Bild-Verlag
An einer Influenza zu erkranken, hat abhängig vom Gesundheitszustand und Alter unterschiedliche Auswirkungen. Bei gesunden Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen unter sechzig Jahren besteht in aller Regel kein Risiko für schwere Verläufe. Anders sieht es dagegen bei Personen aus, die jenseits der sechzig oder chronisch krank sind. Das gilt unter anderem auch für werdende Mütter ab dem vierten Schwangerschaftsmonat. Lesen Sie hier, wer sich gegen Grippe impfen lassen sollte.
Warum sollten sich Menschen ab sechzig Jahren impfen lassen?
Weil die „Schlagkraft“ des Immunsystems mit den Jahren kontinuierlich abnimmt. Aus diesem Grund können Infektionen – nicht nur mit Influenza-Viren – von älteren Menschen schlechter abgewehrt werden. Das hat nicht nur ein höheres Erkrankungsrisiko, sondern auch schwerere Verläufe von Infektionskrankheiten wie der Grippe zur Folge.
Dank der Grippeschutzimpfung verläuft eine Influenza hingegen in der Regel deutlich milder und geht auch mit weniger Komplikationen einher.
Was gilt für Schwangere?
Wird eine werdende Mutter gegen Grippe geimpft, gelangen die von ihr gebildeten Antikörper automatisch auch in den Organismus ihres ungeborenen Kindes. Das schützt das Neugeborene in seinen ersten Monaten gut vor einer möglichen Influenza-Infektion. Das ist insofern sehr wichtig, da Babys einerseits erst ab dem sechsten Monat selbst geimpft werden können. Andererseits ist eine Grippe bei Neugeborenen wegen ihres noch kaum ausgebildeten Abwehrsystems mit einem erhöhten Risiko für Komplikationen verbunden.
Gute Argumente, dass sich eine gesunde Mutter ab dem vierten Schwangerschaftsmonat gegen Grippe impfen lassen sollte. Für chronisch kranke Schwangere, die beispielsweise unter Bluthochdruck oder Diabetes leiden, wird dies sogar vor dem vierten Monat empfohlen.
Welche Empfehlungen gibt es bei chronischen Kranken?
Für Menschen mit einer chronischen Erkrankung ist die Gefahr unter einem schweren Verlauf der Grippe zu leiden, deutlich erhöht. Zu den Grunderkrankungen, bei denen eine Impfung gegen Grippe erfolgen sollte, gehören unter anderem: Herz-Kreislauf-Probleme, Leber- oder Nierenerkrankungen, Diabetes und andere Erkrankungen des Stoffwechsels sowie der Atemwege. Auch bei neurologischen Erkrankungen wie multiple Sklerose, einer HIV-Infektion und herabgesetzter Funktion des Immunsystems wird eine Grippeschutzimpfung empfohlen. Besprechen Sie sich mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.
Für welche weiteren Personen wird die Impfung ebenfalls empfohlen?
Die STIKO rät auch all jenen, die einem stark erhöhten Risiko ausgesetzt sind, sich anzustecken, zur Grippeschutzimpfung. Dazu gehören unter anderem Menschen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr, medizinisches Personal und Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen. Bewohnern von Gemeinschaftsunterkünften wie Alten-, Pflege- und Flüchtlingsheimen wird die Impfung ebenso empfohlen.
Zudem sollten sich Angehörige oder Pflegende impfen lassen, die mit ihnen lebende oder von ihnen betreute Menschen mit erhöhtem Risiko anstecken könnten. Solche Risikogruppen sind beispielsweise dialysepflichtige Patientinnen und Patienten.
Quelle: Wort&Bild-Verlag
Immunsystem
Stärken Sie Ihr Immunsystem
Das Immunsystem ist wie Polizei, die ständig Streife laufen muss, um Angreifer abzuwehren , damit der Mensch nicht krank wird. Die Immunzellen sind ein Abwehrmechanismus gegen alles Körperfremde. Es besteht aus unterschiedlichen Zellen und löslichen Faktoren, die den Tumorzellen und Krankheitserregern das Ausbreiten vereiteln. Der Wunsch ist groß, den Körper mit allerlei Tricks, Verhaltensweisen und Helfern widerstandsfähiger zu machen. Aber man sollte sich nicht allzu viel Sorgen um das Immunsystem machen, da es ziemlich robust ist.
Dass eine gesunde Ernährung einen Einfluss auf die Abwehrkräfte hat, ist unstrittig. Jeder Mensch hat im Darm Billionen von Bakterien, die die Nahrung verwerten. Das sogenannte Mikrobiom ist aber von Mensch zu Mensch verschieden. Um gezielte Veränderungen durch die Ernährung zu erreichen, muss das Mikrobiom entschlüsselt werden, was derzeit noch nicht möglich ist. Die meisten Ernährungs-Empfehlungen zur Stärkung des Immunsystems sind noch rein spekulativ. Wissenschaftler vermuten einen direkten Zusammenhang zwischen der Darmgesundheit und dem gesamten Immunsystem – daher ist auch ballaststoffreiche Kost bei einem schwachen Immunsystem ein guter Tipp. Damit die körpereigene Abwehr gut gewappnet ist sind viele Vitamine und Nährstoffe angeraten – dazu zählen insbesondere Vitamine A, B6, B12, C, D E, sekundäre Pflanzenstoffe sowie Spurenelemente Zink, Selen, Eisen und Kupfer.
Die meisten dieser Inhaltsstoffe sind durch eine ausgewogene Ernährung ausreichend gedeckt. Als besonders gut für die Immunabwehr gelten jedoch beispielsweise:
Brokkoli
Kohl
Karotten
Tomaten
Knoblauch
Spinat
Zitrusfrüchte
Dunkle Beeren und Trauben
Nüsse
Da es im Winter draußen kalt und ungemütlich ist, heizen wir, und die Raumluft trocknet aus. Durch die mangelnde Feuchtigkeit können angreifende Viren und Bakterien nicht ausreichend abtransportiert werden, und die trockenen Schleimhäute funktionieren nicht mehr richtig. Durch ausreichendes trinken werden die Erreger, die sich im Körper festgesetzt haben, herausgespült und die Schleimhäute werden feucht gehalten. Grüner Tee etwa enthält eine Menge Antioxidantien, die das Immunsystem zusätzlich stützen und vorbeugend gegen Krebs wirken. Das Trinken von Kräutertees und Mineralwasser sollte über den ganzen Tag verteilt werden. Von gezuckerten Getränken ist wegen der zu hohen Kalorienzufuhr abzuraten. Der Flüssigkeitsbedarf einer Person variiert je nachdem, wie viel sie sich bewegt und Faktoren wie Größe und Gewicht.
Es gibt einen Grund, warum Ingwer seit Jahren gegen Erkältungen und Grippe verwendet wird. Es ist ein wirksames funktionierendes Mittel. In vielen Ländern ist Ingwer eines der ersten Heilmittel, zu denen die Menschen greifen, um ihr Immunsystem zu stärken.
Ein „schwaches Immunsystem“ ist nicht veranlagt. Wir haben es selbst zu einem großen Teil in der Hand, in wie weit die Abwehrkräfte in der Lage sind, auf Angriffe und Störung zu reagieren und sie abzuwehren. Mit vielen Schädlingen werden wir so leichter fertig oder erkranken gar nicht erst. Eine große Rolle spielt in diesem Zusammenhang die ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen und Mineralien (vor allem Vitamine und Mineralstoffe). Diese nehmen als „Treibstoffe“ des Immunsystems eine tragende Rolle in dessen Funktionsweise ein.
Omega-3-Fettsäuren sind wichtige Gegenspieler zu der heute in der Ernährung dominierenden tierischen Fetten. Während die in den tierischen Fetten überwiegend gesättigten Fette die Bildung von Entzündungsbotschaften stimulieren, hemmen Omega-3-Fettsäuren diesen Stoffwechselprozess und helfen das Immunsystem zu entlasten. Bei Menschen mit schwachem Immunsystem wird oft ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren gemessen.
Während ein Vitamin C-Mangel sehr selten vorkommt, sollten Sie bei anderen Vitaminen auf ausreichende Zufuhr achten. Versuchen Sie Ihren Nährstoffbedarf über die Nahrung zu decken. Ob bestimmte Nahrungsergänzungen sinnvoll sind, kann mit dem Apotheker oder Hausarzt abgeklärt werden. Bei einem Vitamin D-Mangel kann in den lichtarmen Monaten die Einnahme von Vitamin D-Präparaten mit dem Arzt abgesprochen werden.
Laufen, Schwimmen, Fahrradfahren: Die Klassiker des Ausdauersports sind nach wie vor am effektivsten. Sie stärken nicht nur Herz und Gefäße, sondern auch unsere Immunabwehr. Bei jedem moderaten Work-Out wird das Immunsystem sanft gereizt. Das Tempo und der Grad der Anstrengung sind maßgebend: Wer seinen Körper überanstrengt, erzielt meist den gegenteiligen Effekt. Starke Anstrengung ist zu vermeiden. Während übermäßiger körperlicher Belastung – etwa beim Laufen eines Marathons – steigt die Zahl der Abwehrzellen im Blut stark an. Entspannt sich der Körper danach wieder, fällt die Zahl der Immunzellen allerdings unter den Ausgangswert vor der Belastung. Da die Krankheitserreger zu diesem Zeitpunkt nur vermindert bekämpft werden können, kommt es häufiger zu Infektionskrankheiten. Wer also nicht krank werden will, sollte es mit der Anstrengung beim Sport nicht übertreiben.
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