Händewaschen


Hygienetipp

Richtig Händewaschen – jetzt noch wichtiger denn je. Aber: Wie geht das eigentlich? Und was sollten Sie über Desinfektion wissen? Dr. Mark Benecke war bei der LINDA Paradies-Apotheke in Köln und hat sich Rat vom Fachmann geholt!

Unsere Top-Gesundheitsthemen

Immunsystem stärken

Pollenzeit im Anmarsch

Abnehmen

Das Immunsystem ist wie Polizei, die ständig Streife laufen muss, um Angreifer abzuwehren , damit der Mensch nicht krank wird.

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Die Nase läuft, die Augen tränen, dazu kommen heftige Niesattacken: Die Beschwerden bei einer Pollenallergie sind leicht mit denen einer Erkältung zu verwechseln.

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Durch Gewichtsreduktion lassen sich auch bereits bestehende Erkrankungen lindern und in einigen Fällen sogar heilen.

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Immunsystem stärken

Stärken Sie Ihr Immunsystem

Das Immunsystem ist wie Polizei, die ständig Streife laufen muss, um Angreifer abzuwehren , damit der Mensch nicht krank wird. Die Immunzellen sind ein Abwehrmechanismus gegen alles Körperfremde. Es besteht aus unterschiedlichen Zellen und löslichen Faktoren, die den Tumorzellen und Krankheitserregern das Ausbreiten vereiteln. Der Wunsch ist groß, den Körper mit allerlei Tricks, Verhaltensweisen und Helfern widerstandsfähiger zu machen. Aber man sollte sich nicht allzu viel Sorgen um das Immunsystem machen, da es ziemlich robust ist.

Auf welche Ernährung sollte ich achten?

Dass eine gesunde Ernährung einen Einfluss auf die Abwehrkräfte hat, ist unstrittig. Jeder Mensch hat im Darm Billionen von Bakterien, die die Nahrung verwerten. Das sogenannte Mikrobiom ist aber von Mensch zu Mensch verschieden. Um gezielte Veränderungen durch die Ernährung zu erreichen, muss das Mikrobiom entschlüsselt werden, was derzeit noch nicht möglich ist. Die meisten Ernährungs-Empfehlungen zur Stärkung des Immunsystems sind noch rein spekulativ. Wissenschaftler vermuten einen direkten Zusammenhang zwischen der Darmgesundheit und dem gesamten Immunsystem – daher ist auch ballaststoffreiche Kost bei einem schwachen Immunsystem ein guter Tipp. Damit die körpereigene Abwehr gut gewappnet ist sind viele Vitamine und Nährstoffe angeraten – dazu zählen insbesondere Vitamine A, B6, B12, C, D E, sekundäre Pflanzenstoffe sowie Spurenelemente Zink, Selen, Eisen und Kupfer.

 

Die meisten dieser Inhaltsstoffe sind durch eine ausgewogene Ernährung ausreichend gedeckt. Als besonders gut für die Immunabwehr gelten jedoch beispielsweise:

  • Brokkoli
  • Kohl
  • Karotten
  • Tomaten
  • Knoblauch
  • Spinat
  • Zitrusfrüchte
  • Dunkle Beeren und Trauben
  • Nüsse

Gibt es gesunde Getränke?

Da es im Winter draußen kalt und ungemütlich ist, heizen wir, und die Raumluft trocknet aus. Durch die mangelnde Feuchtigkeit können angreifende Viren und Bakterien nicht ausreichend abtransportiert werden, und die trockenen Schleimhäute funktionieren nicht mehr richtig. Durch ausreichendes trinken werden die Erreger, die sich im Körper festgesetzt haben, herausgespült und die Schleimhäute werden feucht gehalten. Grüner Tee etwa enthält eine Menge Antioxidantien, die das Immunsystem zusätzlich stützen und vorbeugend gegen Krebs wirken. Das Trinken von Kräutertees und Mineralwasser sollte über den ganzen Tag verteilt werden. Von gezuckerten Getränken ist wegen der zu hohen Kalorienzufuhr abzuraten. Der Flüssigkeitsbedarf einer Person variiert je nachdem, wie viel sie sich bewegt und Faktoren wie Größe und Gewicht.

 

Es gibt einen Grund, warum Ingwer seit Jahren gegen Erkältungen und Grippe verwendet wird. Es ist ein wirksames funktionierendes Mittel. In vielen Ländern ist Ingwer eines der ersten Heilmittel, zu denen die Menschen greifen, um ihr Immunsystem zu stärken.

Welche Mittel gibt es in der Apotheke?

Ein „schwaches Immunsystem“ ist nicht veranlagt. Wir haben es selbst zu einem großen Teil in der Hand, in wie weit die Abwehrkräfte in der Lage sind, auf Angriffe und Störung zu reagieren und sie abzuwehren. Mit vielen Schädlingen werden wir so leichter fertig oder erkranken gar nicht erst. Eine große Rolle spielt in diesem Zusammenhang die ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen und Mineralien (vor allem Vitamine und Mineralstoffe). Diese nehmen als „Treibstoffe“ des Immunsystems eine tragende Rolle in dessen Funktionsweise ein.

 

Omega-3-Fettsäuren sind wichtige Gegenspieler zu der heute in der Ernährung dominierenden tierischen Fetten. Während die in den tierischen Fetten überwiegend gesättigten Fette die Bildung von Entzündungsbotschaften stimulieren, hemmen Omega-3-Fettsäuren diesen Stoffwechselprozess und helfen das Immunsystem zu entlasten. Bei Menschen mit schwachem Immunsystem wird oft ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren gemessen.

 

Während ein Vitamin C-Mangel sehr selten vorkommt, sollten Sie bei anderen Vitaminen auf ausreichende Zufuhr achten. Versuchen Sie Ihren Nährstoffbedarf über die Nahrung zu decken. Ob bestimmte Nahrungsergänzungen sinnvoll sind, kann mit dem Apotheker oder Hausarzt abgeklärt werden. Bei einem Vitamin D-Mangel kann in den lichtarmen Monaten die Einnahme von Vitamin D-Präparaten mit dem Arzt abgesprochen werden.

Welche Sportart ist Ideal?

Laufen, Schwimmen, Fahrradfahren: Die Klassiker des Ausdauersports sind nach wie vor am effektivsten. Sie stärken nicht nur Herz und Gefäße, sondern auch unsere Immunabwehr. Bei jedem moderaten Work-Out wird das Immunsystem sanft gereizt. Das Tempo und der Grad der Anstrengung sind maßgebend: Wer seinen Körper überanstrengt, erzielt meist den gegenteiligen Effekt. Starke Anstrengung ist zu vermeiden. Während übermäßiger körperlicher Belastung – etwa beim Laufen eines Marathons – steigt die Zahl der Abwehrzellen im Blut stark an. Entspannt sich der Körper danach wieder, fällt die Zahl der Immunzellen allerdings unter den Ausgangswert vor der Belastung. Da die Krankheitserreger zu diesem Zeitpunkt nur vermindert bekämpft werden können, kommt es häufiger zu Infektionskrankheiten. Wer also nicht krank werden will, sollte es mit der Anstrengung beim Sport nicht übertreiben.

Pollenzeit im Anmarsch

Pollenallergie

Die Nase läuft, die Augen tränen, dazu kommen heftige Niesattacken: Die Beschwerden bei einer Pollenallergie sind leicht mit denen einer Erkältung zu verwechseln. Heuschnupfen ist eine allergische Erkrankung, die durch kleinste Mengen bestimmter Pflanzenpollen ausgelöst wird. Betroffene werden meist darauf aufmerksam, dass sie an einer Allergie leiden, weil die Symptome immer zur gleichen Jahreszeit auftreten. Die Heuschnupfen-Saison beginnt je nach Pollen im zeitigen Frühjahr und dauert bis in den Winter. Unter einer Pollenallergie leidet etwa jeder vierte Erwachsene in Deutschland. Manche haben nur kurze Zeit einen leichten Schnupfen, andere fühlen sich wie von einem grippalen Infekt heimgesucht. Weil sich aus der allergischen Reaktion ein Asthma entwickeln kann, sollte bei Verdacht auf Heuschnupfen immer ein Arzt aufgesucht werden. Erste Anzeichen für den sogenannten Etagenwechsel von den oberen Atemwegen in die unteren Atemwege (Bronchien) sind Husten und Atemnot. 

Wie finde ich heraus, worauf ich allergisch bin?

Ein auf Allergologie spezialisierter Facharzt, zum Beispiel ein HNO- oder Lungenarzt, führt den Prick- oder Provokationstest durch. Die Methoden sind nicht schmerzhaft. Allerdings sind Reaktionen wie Hautrötung, Juckreiz, Schwellungen oder auch Atembeschwerden möglich. Diese Signale geben dem Arzt Hinweise auf die Ausprägung der Allergie.


Beim Prick- oder Scratchtest werden Allergene in die Haut am Unterarm geritzt. Das Ergebnis ist schon nach 20 bis 30 Minuten zu erkennen: Rötungen oder Quaddeln an den Einstichstellen zeigen, welche Pollen die allergische Reaktion hervorrufen.

Provokationstest:
Bei diesem Test bekommt der Patient Augen- oder Nasentropfen, die das vermutete Allergen enthalten. Asthmatiker inhalieren die Teststoffe. Da die Reaktion nicht genau vorhersehbar ist, erfolgt der Provokationstest immer unter ärztlicher Überwachung.

Wie kann ich mich schützen?

Wer weiß, auf welche Pollen er allergisch reagiert und wann diese Saison haben, kann versuchen, den Kontakt möglichst zu vermeiden. In der Tageszeitung, im Radio und im Internet gibt es aktuelle Informationen zur Pollenbelastung, etwa vom Deutschen Wetterdienst (www.dwd.de).

 

• An Tagen mit starkem Pollenflug ist es ratsam, sich wenig draußen aufzuhalten und auf körperliche Anstrengungen, wie Radfahren oder Joggen, sowie auf Gartenarbeit, Putzen und Staubsaugen besser zu verzichten.

 

• Geschlossene Fenster oder spezielle Schutzgitter sorgen dafür, dass Pollen nicht in die Wohnung gelangen.

 

• Da sich Pollen an Haare und Kleider heften, ist es empfehlenswert, nach einem Aufenthalt im Freien gründlich zu duschen und die Haare zu waschen.

 

• Bettwäsche und Kleidung nicht draußen trocknen lassen, Kleidung nicht im Schlafzimmer ausziehen und Kleidungsstücke, die draußen getragen wurden, möglichst gleich waschen.

 

• Für die Klimaanlage im Auto gibt es spezielle Pollenfilter.

Was hilft bei leichten Beschwerden?

Um Beschwerden wie Schnupfen, Niesreiz und Augenjucken zu lindern, stehen verschiedene rezeptfreie Medikamente zur Verfügung.

 

• Vorbeugen lässt sich mit Präparaten, die Cromoglicinsäure enthalten. Diese Substanz schwächt die Heuschnupfen-Symptomatik ab. Entsprechende Mittel müssen rechtzeitig genommen werden, weil sie erst nach etwa zwei bis drei Wochen wirken.

 

• Nasensprays mit abschwellenden Wirkstoffen dürfen nur kurzfristig (einige Tage) angewendet werden und wirken ausschließlich gegen eine verstopfte Nase.

 

• Nasensprays und Augentropfen mit Antihistaminika lindern Beschwerden wie Fließschnupfen und juckende Augen. Diese Mittel wirken sehr schnell, oft bereits nach wenigen Minuten.

 

• Bei länger andauernden Beschwerden sind Tabletten empfehlenswert, die Antihistaminika enthalten. Diese Mittel wirken nach etwa einer Stunde, der Effekt hält bis zu 24 Stunden an. Eine Tablette am Tag reicht daher meist aus. Da Antihistaminika müde machen können, sollten sie am besten abends vor dem Schlafengehen eingenommen werden.

 

• Gut wirksam gegen Heuschnupfen sind Nasensprays auf Basis moderner Kortison-Wirkstoffe.

• Homöopathische Arzneimittel werden in der Regel sehr gut vertragen und machen nicht müde. Am besten sollten die Tabletten schon zwei bis vier Wochen vor dem ersten Pollenflug genommen werden. Andere pflanzliche Mittel, etwa auf Basis des Indischen Lungenkrauts, sollen die Selbstheilungskräfte des Körpers mobilisieren und allergische Reaktionen mindern.

Was passiert bei einer Hyposensibilisierung?

Wer eine langfristige Besserung der Beschwerden anstrebt, sollte über eine Hyposensibilisierung durch einen Allergologen nachdenken. Diese Immuntherapie kann den Heuschnupfen stark lindern oder sogar ganz zum Verschwinden bringen. Dabei wird das Immunsystem wiederholt hohen Allergen-Mengen ausgesetzt, um es an die allergieauslösenden Pollen zu gewöhnen, bis es weniger oder gar nicht mehr darauf reagiert.

Bei der klassischen Methode spritzt der Arzt drei Jahre lang monatlich einen Allergenextrakt in das Fettgewebe am Oberarm. Anfangs wird die Dosis wöchentlich erhöht. So gewöhnt sich das Immunsystem an das Allergen. Das Fortschreiten der Erkrankung, zum Beispiel die Entstehung von Asthma oder neuer Allergien, kann aufgehalten werden. Die Therapie zieht sich zwar über mehrere Jahre hin, die Symptome werden oft aber schon mit Behandlungsbeginn schwächer. Die Kosten übernehmen im Regelfall die Krankenkassen.

Was gilt es zu bedenken, wenn Kinder leiden?

Für Kinder stehen spezielle Zubereitungen zur Verfügung, die gewährleisten, dass die Wirkstoffe nicht oder nur in geringem Umfang in den gesamten Körperkreislauf gelangen. Eltern, die bei ihrem Kind eine Allergie vermuten, sollten jedoch immer zuerst den Kinderarzt aufsuchen, um eine korrekte Diagnose zu erhalten.

 

• Bei stark behinderter Nasenatmung kann die kurzfristige Anwendung von abschwellenden Nasensprays eine Erleichterung bringen. Von einer längeren Anwendung als höchstens bis zu einer Woche ist abzuraten.

 

• Antihistaminika, die bei Symptomen wie Augen- und Nasenjucken oder Niesattacken helfen, gibt es als Saft, Tropfen oder in Tablettenform schon für Kinder ab zwei Jahren.

 

• Augentropfen und Nasensprays speziell gegen Heuschnupfen werden erst für Kinder ab vier Jahren empfohlen.

 

• Homöopathische Mittel haben den Vorteil, dass sie gut verträglich und frei von Nebenwirkungen sind. Als Schlüssel zum Erfolg der Behandlung gilt eine genaue Einordnung der Beschwerden: Handelt es sich um einen Fließschnupfen oder eher um zähen Schleim? Werden die Symptome bei Wärme oder eher bei Kälte besser? Wer sich schwertut bei dieser Unterscheidung, kann auf einKomplexpräparat zurückgreifen.

Abnehmen

Abnehmen

Überflüssige Pfunde loswerden: Bei vielen zählt das zu den guten Vorsätzen. Schließlich geht es um mehr als eine Frage der Ästhetik: Studien zeigen, dass ein gesundes Körpergewicht effektiv vor vielen Krankheiten schützt, etwa vor Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfall sowie vor psychischen Leiden und Krebs. Auch die Gelenke danken es, wenn weniger Gewicht auf ihnen lastet. Durch Gewichtsreduktion lassen sich auch bereits bestehende Erkrankungen lindern und in einigen Fällen sogar heilen. Wer regelmäßig Medikamente nehmen muss, kann die Dosis durch Abnehmen, Sport und eine ausgewogene Ernährung oft reduzieren.

Wer sollte abnehmen?

Was bedeutet „zu dick“ überhaupt? Schließlich gibt es fitte dicke und schlappe dünne Menschen. Oft merken Betroffene selbst, dass sie sich nicht richtig wohlfühlen. Wenn auch die Hose eine Nummer größer schon bald in der Taille kneift und das Treppensteigen zunehmend schwerfällt, sollte man das Gewicht kontrollieren. Mehr Aufschluss als die Anzeige auf der Waage bieten folgenden Methoden:

 

BMI ermitteln: Einen Anhaltspunkt für die Grenze von Normal- zu Übergewicht und zu Fettleibigkeit liefert der Body-Mass-Index (BMI). Errechnet wird dieser Wert, indem man das Gewicht durch die Körpergröße im Quadrat teilt. Ab einem BMI von 25 gelten Personen als übergewichtig, ab 30 als fettleibig. Ihren BMI können Sie hier ermitteln: https://www.apotheken-umschau.de/bmi-rechner

 

Taillenumfang messen: Der Taillenumfang sollte bei Männern nicht mehr als 94 und bei Frauen nicht mehr als 80 Zentimeter betragen. Diese Grenzwerte markieren Übergewicht. Ab 102 (Männer) bzw. 88 Zentimetern (Frauen) spricht man von Fettleibigkeit. Beim Messen knapp über dem Bauchnabel Maß nehmen.

 

Das „Taille-Hüft-Verhältnis“: Dieser Faktor bietet Aufschluss, ob es an der Zeit ist, Pfunde loszuwerden: Teilen Sie den Bauchumfang durch den Hüftumfang. Als Normalwert gilt für Frauen 0,8, für Männer 0,9.

Kann ich ohne Diät Gewicht verlieren?

Von Hungern und einseitigen Diäten raten Ernährungsexperten in der Regel ab. Meistens sind die Pfunde nach der Abmagerungskur schnell wieder auf den Hüften: Der sogenannte Jo-Jo-Effekt tritt dann ein. Besser ist es, die Lebensgewohnheiten langfristig anzupassen. Dabei muss man nicht auf Genuss verzichten – sich satt essen und trotzdem abnehmen funktioniert tatsächlich. Eine ausgewogene Ernährung mit wenig tierischen Fetten in Kombination mit regelmäßiger Bewegung lässt die Kilos purzeln und sorgt nebenbei noch für bessere Laune.

 

 

Lebensmittel, die Sie besser meiden sollten:

  • Weißmehlprodukte
  • stark zuckerhaltige Lebensmittel
  • Softdrinks und unverdünnte Säfte
  • Fast Food und Fertigprodukte
  • Fleisch- und Wurstwaren sowie tierische Fette
  • Alkohol

 

Genießen Sie stattdessen häufig:

  • frisch zubereitete Kost
  • Gemüse
  • Nüsse
  • Vollkornprodukte
  • Hülsenfrüchte
  • Seefisch
  • Geflügel
  • Obst
  • ungesüßte Getränke: Wasser, Tee, Saftschorle

Was bringt der Verzicht auf Zucker?

Wer seinen Zuckerkonsum reduziert, kann sich vor Übergewicht und damit vor vielen Krankheiten schützen. Das Problem: Industriezucker steckt nicht nur in Süßigkeiten, Kuchen und Limonade, sondern auch in vielen Fertigprodukten wie Pizza, Krautsalat oder sogar Rotkohl.

Wenn wir häufig zuckerhaltige Lebensmittel essen, ist der Insulinspiegel im Blut ständig erhöht. Weil Insulin wie ein „Masthormon“ wirkt, wird die überschüssige Zuckerenergie in Form von Fett gespeichert. Das führt zu Übergewicht. Purer Zucker, etwa in Getränken oder Gummibärchen, ist besonders schlecht. Er schießt sehr schnell ins Blut. Dasselbe gilt für verarbeitete Kohlenhydrate wie Weißmehlbrötchen.

Besser: In Ballaststoffe verpackt, gelangt Zucker nur langsam ins Blut, dadurch steigt der Insulinspiegel weniger an. Daher sollten wir lieber Vollkornprodukte essen und einen ganzen Apfel mit Schale einem Glas Apfelsaft vorziehen. Weil manche Obstsorten sehr viel Zucker enthalten, ist es sinnvoller, Gemüse-Rohkost statt Obst als Snack zu genießen.

 

4 Tipps:

 

  • Frische Lebensmittel: Gerade bei Fertigprodukten ist der Zuckeranteil oft hoch. Das gilt auch für vermeintlich Gesundes wie Müsli oder Joghurt. Greifen Sie, wann immer möglich, besser zu frischer Ware.
  • Packungsangaben lesen: Etliche Produkte enthalten viel Zucker, obwohl man es nicht vermutet, denn er kommt getarnt daher. Achten Sie auf folgende Bezeichnungen: Saccharose (Rübenzucker), Maltose (Malzzucker), Dextrose (Traubenzucker), Fruktose (Fruchtzucker), Laktose (Milchzucker).
  • Durstlöscher: Fruchtsäfte und Limonaden enthalten viel Zucker und damit Kalorien. Trinken Sie lieber Wasser, ungesüßte Tees oder Saftschorlen. Verzichten Sie auch bei Kaffee auf Zucker. Sie werden ihn nach kurzer Zeit schon nicht mehr vermissen.
  • Clever einkaufen: Gehen Sie nicht hungrig einkaufen. Süßigkeiten werden oft während einer Heißhungerattacke spontan in den Wagen gelegt.

Was gilt bei vegetarischer Ernährung?

Immer mehr Menschen möchten auf Fleisch verzichten – weil ihnen das Tierwohl am Herzen liegt, weil tierische Lebensmittel bei der Klimabilanz schlecht abschneiden oder aus gesundheitlichen Gründen. Bei einigen Krankheiten, zum Beispiel Rheuma, kann vegetarische Ernährung Linderung bringen. Hierzulande sind rund 7,8 Millionen Menschen Vegetarier. Veganer verzichten nicht nur auf Fleisch, sondern konsumieren auch keine Milch, keine Eier, keinen Honig und andere tierische Produkte.

Wenn Sie über eine Ernährungsumstellung und die Wahl der Ernährungsform nachdenken, besprechen Sie mit Ihrem Arzt, was für Sie geeignet ist – vor allem wenn eine Grunderkrankung vorliegt. Experten raten bei Schwangeren, Babys und Kindern von einer rein vegetarischen oder veganen Ernährung in der Regel ab.

 

Das gilt es zu beachten, damit der Organismus gut versorgt ist

 

Ein ausgewogener vegetarischer/veganer Speiseplan sollte aus Folgendem bestehen:

  • viel frisches Gemüse, Salat und Obst
  • gesunde Kohlenhydrate wie Reis, Nudeln, Kartoffeln, Quinoa, Amarant, Hirse etc. und Vollkornprodukte
  • Proteinquellen wie Hülsenfrüchte (Kichererbsen, Bohnen, Linsen etc.) sowie Tofu
  • gesunde Fette (z.B. Oliven- und Leinöl; möglichst kein Palm- und Kokosfett)
  • Nüsse und Samen

Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke zu einer sinnvollen Nahrungsergänzung mit wichtigen Nährstoffen beraten, wie Vitamin D, B12, B2, Eisen, Zink sowie Folsäure, Jod und Omega-3-Fettsäure.

Ist Fasten für mich geeignet?

Bei den Abnehm-Strategien liegt Fasten gerade im Trend. Wenn Sie aufhören zu essen, leert der Körper seine Kohlenhydratspeicher, und nach etwa 24 Stunden beginnt die Umstellung auf den Fastenstoffwechsel. Der Körper gewinnt dann die Energie aus seinen Fettdepots – das Abnehmen beginnt.

So ideal das klingt:Ob Heilfasten, Intervallfasten oder einfach Entlastungstage einlegen – Fasten ist nicht für jeden und in jeder Lebenssituation geeignet. Sprechen Sie vor einer Fastenkur mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, was Sie beachten müssen. Studien belegen, dass kurzzeitige Fastenkuren nicht dauerhaft wirken. Anschließend nehmen viele schnell wieder zu, manchmal sogar mehr, als sie abgenommen haben. Daher ist es wichtig, danach nicht wieder in alte Ernährungsgewohnheiten zurückzufallen. Ideal ist es, wenn Sie mit einer Fastenphase eine Lebensstilumstellung einleiten und sich von da an gesund und ausgewogen ernähren.

Zu folgenden unerwünschten Nebenwirkungen kann es beim Fasten kommen: Abbau von Muskelmasse, Frieren, Hunger und Heißhunger sowie Kopfschmerzen, Schwindel und Stimmungsschwankungen.

 

Um das zu vermeiden, ist es wichtig, dass Sie sich während der Fastenzeit Ruhe gönnen und darauf achten, ausreichend zu trinken: zwei bis drei Liter Wasser pro Tag. Gut geeignet sind Heilwässer mit vielen Mineralstoffen und basisch wirkendem Hydrogencarbonat. Auch Kräutertee und Zusätze wie Zitrone oder Ingwer sowie ein Löffel Honig sind erlaubt. Bewegen Sie sich täglich an der frischen Luft – ideal ist eine Stunde spazieren gehen.

Lassen Sie sich in der Apotheke beraten: Dort gibt es alles für eine Rundum-Wohlfühl-Zeit beim Fasten. Zum Beispiel Produkte für die Darmentleerung, zum Basenfasten, Tees sowie wohltuende Körperöle.

 

Vielleicht probieren Sie es mit einer gemäßigten Variante des Fastens? Dazu bieten sich Formula-Diäten und spezielle Shakes an. Diese ersetzen die gewohnten Mahlzeiten, und Sie sparen Kalorien. Trotzdem wird der Organismus mit allen wesentlichen Nährstoffen versorgt. Auch im Anschluss an eine Formula-Diät ist es wichtig, auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten, um das neue Körpergewicht weiter zu halten.

 

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