Ständiges Smartphone-Checken verringert Konzentration, Aufmerksamkeit sowie Glücksempfinden und kann sogar krank machen. Deshalb empfehlen Experten, einen bewussteren Umgang zu üben oder feste Handypausen einzulegen. Im Schnitt blicken wir alle 18 Minuten auf das Gerät. Fühlen Sie sich angesprochen? Dann sollten Sie probieren, für gewisse Zeiten ganz auf das Smartphone zu verzichten. So funktioniert Digital Detoxing. 

Warum schadet das Smartphone?

Wer ständig aufs Smartphone schaut, verliert nicht nur wertvolle Zeit. Der häufige Handygebrauch kann sogar körperliche Folgen haben, wie Kopf- und Nackenschmerzen wegen Verspannungen, trockene Augen und Schlafstörungen. Denn das Licht von Handy und Tablet bringt unseren Körper durcheinander. Der Grund: Es enthält wie das Tageslicht viel Blau. Doch erst bei wenig blauem Licht produziert der Organismus das Schlafhormon Melatonin, das müde macht. Studien haben gezeigt: Wer sich abends zwei Stunden lang blauen Licht aussetzt, verschiebt seinen Melatoninausstoß und verändert die innere Uhr. Wenn wir also mit Smartphone oder Tablet im Bett liegen, bringen wir uns selbst um den Schlaf. 

Welche seelischen Folgen hat „Handysucht“?

Intensive Smartphone-Nutzer vernachlässigen oft echte Beziehungen für virtuelle, verlieren sich in Nebensächlichkeiten. Daddeln im Internet und auf dem Smartphone beeinträchtigt den Alltag und das soziale Leben. Wissenschaftler liefern dazu sogar eine biochemische Erklärung: Studien zeigen, dass intensive Handynutzung unsere graue Hirnsubstanz schrumpfen lässt. Das betrifft Gehirnbereiche, die für Planung und Organisation zuständig sind, aber auch für Empathie und Emotionen. Forscher vermuten, dass Handysucht auch oft hinter Depressionen oder Angstzuständen steckt.

Wie erkenne ich, ob ich abhängig bin?

In unserer Liste finden Sie fünf Anzeichen. Erkennen Sie sich selbst? 

 

  • Der erste und letzte Blick des Tages gilt dem Handy
  • Das Handy ist überall dabei, etwa auch auf der Toilette
  • Wenn Sie das Smartphone zu Hause vergessen haben, fühlen Sie sich hilflos
  • Ohne Handy haben Sie das Gefühl, etwas zu verpassen
  • Vom vielen Wischen haben Sie manchmal Schmerzen in den Fingern, Handgelenken, Ellenbogen, Armen, Schultern oder im Nacken

 

Wie gelingt die Sendepause?

  • Benutzen Sie einen herkömmlichen Wecker und eine Armbanduhr. Verbannen Sie das Smartphone aus dem Schlafzimmer, und blicken Sie tagsüber auf Ihre Uhr, wenn Sie wissen wollen, wie spät es ist. 
  • Deaktivieren Sie Push-Nachrichten. Sonst vibriert, klingelt und leuchtet ständig irgendein App-Symbol. Zwei weitere Möglichkeiten: das Smartphone lautlos stellen oder gleich die Apps deinstallieren und Angebote im Browser nutzen.
  • Mails, Kurznachrichten, Facebook-Kommentare, Instagram-Likes üben Druck auf uns aus und können uns unter Stress setzen. Verzichten Sie darauf, ständig erreichbar zu sein und sofort auf alles zu reagieren. Üben Sie, erst dann zu antworten, wenn Sie wirklich Zeit dafür haben – und nur auf Dinge, die Ihnen wichtig sind. 
  • Nehmen Sie sich bewusst Smartphone-freie Zeit. Lassen Sie das Telefon zu Hause, zum Beispiel, wenn Sie essen gehen. Oder schalten Sie es wenigstens aus oder auf Flugmodus, und lassen Sie es in der Tasche.
  • Richten Sie Smartphone-Sperrgebiete ein: das Schlafzimmer, der Esstisch, beim Fernsehen. Im Auto sollte das Smartphone für den Fahrer ohnehin tabu sein. 
  • Nutzen Sie Apps, die helfen, den Handygebrauch einzuschränken: „Quality Time“, „Menthal“ oder „Offtime“ zeichnen auf, wie häufig Sie das Smartphone aktiviert haben – und zu welchem Zweck. 

Wo finde ich professionelle Hilfe?

Eine Abhängigkeit von modernen Medien, wie Smartphone- oder Computer-Sucht, zählt zu den Verhaltenssüchten. Dabei liegt eine Störung der Impulskontrolle vor, und es treten Entzugssymptomatiken auf. Wenn Sie bemerken, dass Sie Schule oder Beruf, Familie und Freunde sowie Ihre bisherigen Interessen, Sport und Hobbys vernachlässigen, sollten Sie sich Hilfe suchen. Wenn Sie es nicht alleine schaffen, für digitale Auszeiten zu sorgen, wenden Sie sich am besten an Ihren Arzt. Sprechen Sie offen über Ihr Problem. Er kann Ihnen zu einer geeigneten Therapie raten. Auch Krankenkassen bieten Beratung und Kurse an.

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